Angkor Thom

Angkor Thom

Manchmal wird sie mit einem Tempel in Verbindung gebracht, jedoch ist Angkor Thom tatsächlich eine einstige Hauptstadt vom heutigen Kambodscha. Für Interessierte: „Angkor“ steht für Stadt und „Thom“ für groß.

Gesicht im Bayon Tempel innerhalb der Stadt Angkor Thom

Die Stadt, so wie viele ihrer Wahrzeichen entstanden unter König Jayavarman VII. Er ist als einer der größten Könige des Volkes der Khmer bekannt und ist für viele Bauwerke innerhalb seiner dreißigjährigen Herrschaft verantwortlich. Darunter vor allem seine Hauptstadt Angkor Thom. Der König lies die Stadt auf dem Gebiet ihres Vorgängers (Yasodharapura) errichten. Genauer gesagt auf dem nördlichen Teil. Was zeigt, dass die neue Hauptstadt etwas kleiner war, dennoch aber größer als jede europäische Stadt aus dem Mittelalter. Die Bauwerke, die natürlich auch das Stadtbild bis heute prägen, richten sich nach dem Buddhismus. Ganz anders als die vorherigen Könige, die sich dem Hinduismus widmeten. Seinen Ruf gewann König Jayavarman VII als junger Heerführer, der es schaffte, während dem vierjährigen Krieg die Invasoren wieder zu vertreiben.

Das Stadtbild auf der Karte entspricht einem Quadrat, der sich in alle vier Himmelsrichtungen ausrichtet. Zur Verteidigung der Stadt wurde eine 8 Meter hohe und 12 km lange Mauer gezogen, die nochmals von einem tiefen (6m) und breitem (100m) Wassergraben umrandet wurde. Insgesamt besitzt die Mauer 5 Tore, 4 davon führen jeweils zu einem Heiligtum der Stadt – dem Bayon. Das 5.Tor ist speziell, da es direkt eine Straße zum Königspalast bildet.

Neben dem Königspalast gibt es noch weitere, sehr wichtige Bauwerke dieser Zeit, wie z.B. die Terrasse des Elefanten und die Terrasse des Leprakönigs. So ist die Elefantenterrasse bis heute erhalten und bildet, wie es der Name schon verrät, einen Elefanten in Lebensgröße ab. Der heute nicht mehr gänzlich erhaltene Königspalast lag früher oberhalb dieser Terrasse. Die Terasse des Lepra-Königs schließt direkt an und bildet die Götter-Figuren ab. Es ragen einige Geschichten über die Entstehung der Figuren. So besagen manche, dass dies der König Jayavarman I sei, der an Lepra verstorben sei und nun als Kopflose Statue auf der Terrasse ruht. Andere hingegen erzählen dies sei der hinduistisch Todesgott Yama.

Heute ist auf dem Gebiet hauptsächlich Wald, viele der einstig historischen Gebäude sind nicht mehr da, weil sie damals aus Holz gebaut wurden und mit der Zeit verwest sind. Die Bauten aus Stein hingegen sind erhalten und werden jährlich von Touristen besucht und bestaunt.