Wat Damnak

Wat Damnak

Die Wat Damnak Pagode ist die größte Pagode in Siem Reap und dient als Gebetsstätte für gläubige Buddhisten und insbesondere buddhistische Mönche, aber auch aus Schulungs- und Ausbildungszentrum.

Wat Damnak Siem Reap

Der Tempel Wat Damnak in Siem Reap

Für Besucher bietet die Pagode einen einzigartigen Einblick in den Gebetsalltag: Touristen werden hier sehr herzlich aufgenommen und es gibt viele Gelegenheiten für ein Gespräch mit den Bewohnern vor Ort. Der Eintritt ist grundsätzlich frei, allerdings empfiehlt sich eine Spende an den Pagodenverband, da der Erhalt des eindrucksvollen Bauwerks gänzlich von solchen Geldern finanziert wird.

Besonders beeindruckend ist der Ort vor allem auch deshalb, weil es dort sehr friedlich und ruhig ist: Aus diesem Grund sollten Besucher versuchen, keine unnötige Unruhe hierher zu bringen und die Stätte möglichst respektvoll zu behandeln.

Die Architektur der Bauten erinnert stark an die anderen großen Besuchermagnete der Region, die dem Khmer-Reich entstammen und schon wesentlich früher errichtet wurden. Die Wat Damnak Pagode wurde von König Sisowath errichtet, der im frühen 20. Jahrhundert Kambodscha regierte.


Unter der Schreckensherrschaft der Roten Khmer in den 1970er-Jahren diente die Pagode als militärischer Stützpunkt (da unter dem kommunistischen Regime jede Art von religiöser Betätigung verboten war).


Im Gartenbereich finden sich viele Buddha-Darstellungen. Ein Teich und schattige Bäume laden bis heute zum Verweilen, Nachdenken und Meditieren ein – eine ideale Alternative für einen ruhigeren Reisetag. Insbesondere wenn Besucher nach den vielen Tempelbesuchen der Region einmal ein wenig Ruhe und eine kleine Pause benötigen, aber gleichzeitig etwas Neues entdecken wollen.

Baum Wat Damnak

Ein besonderer Ort in der Wat Damnak Pagode ist der dort gelegene buddhistische Friedhof, wo sich zahlreiche kleinere, kunstvoll verzierte Türmchen befinden.

Die Mönche der Pagode haben 2005 die Wohltätigkeitsorganisation „Life and Hope Association“ gegründet, die das Ziel hat, die Armut in Kambodscha zu lindern und besonders betroffenen Frauen und Kindern zu helfen. So werden direkt vor Ort ein Bildungsprogramm für Mädchen, eine Nähschule und ein nachhaltiges Gemeinschaftsprojekt betrieben. Auch wenn der Tourismus sehr viel Geld und damit verbundene Arbeitsplätze in die Region gebracht hat, haben diese Bildungsangebote das Ziel, traditionelles Handwerk und wichtige Fertigkeiten an die nächste Generation weiterzugeben, um sicherzustellen, dass die Teilnehmerinnen als Erwachsene im Berufsleben bestehen können.

Besucher von Siem Reap sollten keinesfalls auf einen Ausflug zur Wat Damnak Pagode verzichten, wenn sie einmal den Charme einer echten buddhistischen Tempel- und Klosteranlage erleben möchten. Vom „Old Market“ der Stadt aus erreicht man die Pagode in etwa zehn Minuten zu Fuß. Seit 2010 ist auch die Bibliothek der Gemeinschaft für die Öffentlichkeit zugänglich: Man kann also ruhig auch dafür etwas mehr Zeit beim Besuch einplanen.