Banteay Prei

Banteay Prei

Der Tempel Banteay Prei ist ein weiterer, großartiger Geheimtipp für all jene Besucher, die sich fernab der stark frequentierten, bekannteren Tempelanlagen der Khmer auch die kleineren, aber umso liebenswerteren Bauten nicht entgehen lassen wollen. So lohnt es sich sehr, die Zeit für einen Besuch von Banteay Prei einzuplanen, um sich noch ein wenig mehr in die Geschichte und Architektur der Khmer hineinzuversetzen.

Sonnenaufgang im Park von Angkor Wat

Die Anfahrt ist hierbei relativ einfach, da sich der Tempel direkt auf der linken, nördlichen Seite der Straße befindet, die den Weg zwischen Preah Khan und Neak Pean entlangführt (und auch entsprechend beschildert ist). Auch das ist ein Grund, der dafür spricht, den Bau zu besichtigen: Im Rahmen einer Tempeltour liegt Banteay Prei quasi auf der klassischen Route und erfordert keine großen Umwege. Da der Bau aber bei den meisten kommerziellen Tempeltouren, die für Touristen angeboten werden, nicht angefahren wird, empfiehlt sich eine Anreise mit dem Tuk-Tuk.

Bei der Anlage handelt es sich um einen buddhistischen Tempel. Ursprünglich errichtet wurde er im späten 12. bzw. frühen 13. Jahrhundert unter der Herrschaft von König Jayavarman VII. Die architektonische Stilrichtung, die hier angewandt wurde, ist der Bayon Stil (wie etwa auch die doch etwas bekanntere Tempelanlage Ta Prohm). Über den genauen Zweck und die Verwendung ist bis heute nichts mehr bekannt: So bleibt dem Besucher nichts anderes übrig, als seine Phantasie zu nutzen und sich die früheren Zeiten in der Anlage ganz einfach vorzustellen.

Für Kenner der verschiedenen Anlagen der Khmer erinnert Banteay Prei optisch wohl am ehesten an den Tempel Ta Som, der sich nur unweit entfernt befindet, größentechnisch lässt er sich wohl mit dem – aufgrund der Ähnlichkeit der Namen damit leicht zu verwechselnden – Banteay Srei vergleichen.

Allgemein lässt sich sagen, dass der Tempel noch recht gut erhalten ist. So finden sich zahlreiche Apsara-Schnitzereien und buddhistische Darstellungen, die heute nach wie vor gut erkennbar sind.

Auch wenn sich hierhin nur wenige Touristen verirren, ist für den Eintritt trotzdem der Angkor Tempel Pass erforderlich. Die Ruhe vor Ort ist es aber vor allem, weshalb man den Tempel unbedingt ansteuern sollte: Es gibt nur wenige Orte in der Angkor Region, die sich so sehr dafür eignen, um einfach einmal auszuspannen und zu meditieren. Auch für Fotos (ohne hunderter weiterer Touristen im Hintergrund) eignet sich die Anlage perfekt.

Alles in allem lässt sich der Besuch von Banteay Prei uneingeschränkt empfehlen: Durch die hervorragende Lage, dem Fehlen der Touristenmassen und die gut erhaltenen künstlerischen Darstellungen in Form von Schnitzereien aus der Khmer Ära gibt es genügend Gründe, die dafürsprechen, für einen Ausflug hierhin einfach ein wenig Zeit einzuplanen.